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Pressemitteilung

Initiatoren des Bürgerbegehrens
Kronshagener Grundschulen

PRESSEMITTEILUNG vom 17.01.2017

Initiative für Kronshagener Grundschulen begrüßt Zusage der Kronshagener Politik, das Bürgervotum ernst zu nehmen –  Ziele gemeinsam verfolgen!

KRONSHAGEN. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens begrüßen ausdrücklich die Zusage der Kronshagener Politik, das deutliche Signal ihrer Bürger gegen eine übereilte Fusion beider Grundschulen ernst zu nehmen und keine voreiligen Entscheidungen zu treffen. Dahingehend hatte sich der Fraktionsvorsitzende der Kronshagener CDU, Thomas Kahle heute (17.1.) in den Kieler Nachrichten geäußert. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Gunnar Heintze, der diese Linie bereits vor dem Bürgervotum verfolgt hatte, betonte in den Kieler Nachrichten ebenfalls, das Bürgerbegehren sei „ein deutliches Mandat für die Politik“, woran sie sich orientieren solle.

Ziel der Initiatoren des Bürgerbegehrens ist es, eine für die Schülerinnen und Schüler beider Grundschulen gute Zukunftsperspektive zu finden, die in einer übereilten Fusion nicht gegeben ist. Gestern übergaben sie ein entsprechendes Bürgerbegehren an Bürgermeister Ingo Sander.

Zugleich machen die Initiatoren deutlich, dass das Interesse an einer gemeinsamen Lösung mit allen Beteiligten zum Wohle der Kinder die oberste Priorität hat. Mitinitiator Stefan Laser betont auch im Namen von Mitinitiatorin Yvonne Schneider in einem offenen Brief:

„Ich möchte heute alle Beteiligten aufrufen, sich gemeinsam, wohlwollend und ergebnisoffen zusammenzusetzen. Am zurückliegenden Wochenende hat sich gezeigt, dass doch die meisten gesprächsbereit sind und es viele zum Teil unbegründete Missverständnisse und Vorbehalte gibt, die es gilt, aus der Welt zu schaffen. Viele Telefonate wurden getätigt und viel E-Mails geschrieben und beantwortet. Von Seiten des SEB der EDS darf ich mitteilen, dass man sich hierauf berufend selbstkritisch hinterfragen und die Sachlage ggf. neu beurteilen wird. Wir gehen wieder aufeinander zu. Der erste Schritt ist getan. Ich freue mich sehr.“

Für mich scheint klar, dass alle Beteiligten sich gemeinsame Gespräche wünschen. Das ist seit langem ein wirklich schöner Lichtblick. Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie wir nun vorgehen. In welchen verschiedenen Rahmen und Gruppen wir zueinanderfinden, um für alle Kinder und gleichwohl alle Eltern eine befriedigende Lösung finden. Auf allen Seiten wurden sicherlich Fehler begangen. Aber aus Fehlern kann man lernen und sie in Zukunft vermeiden.

Lassen Sie uns einander die Hand reichen und noch einmal von Vorne beginnen. Lassen Sie uns aus dieser Krise eine Chance machen! Wir haben jetzt die Möglichkeit, eine oder zwei innovative, attraktive und zukunftsweisende Schulkonzept/e zu entwickeln. Lassen Sie uns in Ruhe unsere Missstände analysieren und kreative, zielführende Lösungsansätze finden. Wir alle wollen auf unsere Schule/n stolz sein können. Wir müssen wieder Vorbild für unsere Kinder sein. Zeigen wir Ihnen, wie Demokratie gelebt und miteinander praktiziert wird. Zeigen wir Ihnen, dass man miteinander respektvoll streiten und gemeinsam eine Lösung für alle finden kann. Ich bin sehr optimistisch, dass wir dies zusammen hinbekommen.“

Pressemitteilung

Initiatoren des Bürgerbegehrens
Kronshagener Grundschulen

PRESSEMITTEILUNG vom 16.01.2017

Kronshagener Eltern sind für Bürgerentscheid über Zukunft beider Grundschulen

KRONSHAGEN. In nur fünf Tagen haben mehr als 2000 Kronshagenerinnen und Kronshagener ein Bürgerbegehren für einen Bürgerentscheid gegen eine unüberlegte und voreilige Turbofusion unterschrieben. Damit haben sich innerhalb kürzester Zeit klar mehr als die erforderlichen 9% aller stimmberechtigten Kronshagener für eine Abstimmung der Bürgerinnen und Bürger zu der Frage der Zukunft der Grundschulen ausgesprochen. Die Initiatoren übergeben das Begehren mit über 2.000 Unterschriften heute (16.01.2017) an Bürgermeister Ingo Sander.

„Das ist ein sehr deutliches Votum Kronshagener Eltern und Bürger gegen eine übereilte Zwangsfusion zum kommenden Schuljahr“, betont Mitinitiatorin des Begehrens Yvonne Schneider. „Wir erwarten nun, dass unsere Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter den Willen ihrer Bürger respektieren und nicht Beschlüsse fassen, die dem entgegen stehen“, so Schneider, die auch Elternvertreterin der Eichendorff-Schule ist.

Alle Unterzeichner des Begehrens haben mit ihrer Unterschrift beantragt, dass in dem zukünftigen Bürgerentscheid über folgende Frage entschieden wird: „Sind Sie gegen eine Fusion der Eichendorff-Schule und Brüder-Grimm-Schule zu einer großen Grundschule mit über 450 Kindern zum Schuljahr 2017/2018?“. Die Kronshagener CDU-Fraktion und die Fraktion soziales Kronshagen (FsK) hatten eine solche Turbofusion aufgrund der Beschwerde einzelner Eltern der Brüder-Grimm-Schule angestrebt, ohne dass ein Fusionskonzept oder überhaupt eine fundierte Problemanalyse vorläge. Inhalt der entsprechenden Eltern-Beschwerde war die mögliche Benachteiligung von Kindern der Brüder-Grimm-Schule aufgrund des dort höheren Anteils von Kindern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Eine Zwangsfusion zum kommenden Schuljahr würde laut Aussagen des Bildungsministeriums zu keiner Änderung für die jetzt bestehenden Klassen der Brüder-Grimm-Schule führen.

Mögliche Alternativen zu einer Fusion für eine bessere Aufteilung der Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher Herkunft auf die beiden Grundschulen wurden bislang von CDU und FsK ignoriert: Ein Vorschlag der Elternvertretung der Eichendorff-Schule war bereits im Oktober 2016, das an der Brüder-Grimm-Schule befindliche DaZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache-Zentrum) an die Eichendorff-Schule zu verlagern, um so eine bessere Aufteilung der Kinder unterschiedlicher Herkunft auf beide Schulen zu erreichen. Der offensichtliche Versuch einzelner, die jetzige Bürger-Abstimmung mit Unterstellungen gegen Eltern der Eichendorff-Schule über angebliche Vorbehalte gegenüber den „DaZ-Schülerinnen und Schüler“ medial zu beeinflussen, geht daher völlig ins Leere. Eine solche Unterstellung ist inakzeptabel, nicht sachgerecht und eine einseitige mediale Verbreitung zeugt nicht von Recherchetiefe.

Die Größe einer Einheits-Grundschule in Kronshagen sehen die Initiatoren des Begehrens kritisch – sie wäre eine der größten Grundschulen in Schleswig-Holstein: „Eine individuelle Förderung von Kindern kann eher in kleinen Schulen erreicht werden als in einer übereilt zusammengelegten Großschule. Wer eine planlose Zwangsfusion mit Erhöhung der Chancengleichheit verwechselt, ist von den Bedürfnissen der Kinder beider Schulen meilenweit entfernt!“, so Stefan Laser, Mitinitiator des Bürgerbegehrens. Zudem konterkariert eine schnelle Zwangsfusion die politisch eigentlich gewollte Schulvielfalt und freie Schulwahl, mit der Schulen auch durch unterschiedliche Konzepte und individuelles Engagement Eltern und Schüler überzeugen sollen.

Zu der am Wochenende getätigten Aussage von CDU und der FsK , dass Personen wie die Schulleitungen nicht relevant für die Entscheidungen der Gemeindevertreter seien, sei angemerkt: Für die Führung einer Schule im Sinne der Kinder sind die handelnden Personen der wichtigste und essentielle Faktor. Eine Schule lebt von dem Engagement der Menschen, die dort arbeiten und sich für die Kinder einsetzen. Das sind insbesondere die Schulleitung, die Lehrerinnen und Lehrer oder auch die Eltern (wie beispielsweise bei der Schulhofgestaltung). Es ist daher nicht nur völlig richtig, dass Eltern der Eichendorff-Schule das äußerst engagierte Team aus Schulleitung und Kollegium behalten wollen, sondern auch mehr als legitim. Wenn CDU und FsK das egal ist, zeugt das von einer völlig unangemessenen Wertschätzung als Schulträger gegenüber den Kollegien und Schulleitungen beider Schulen.

Die Initiatoren des Begehrens erwarten, dass CDU und FsK sich gemeinsam mit Bürgermeister Ingo Sander (CDU) endlich mit konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an der Brüder-Grimm-Schule auseinandersetzt. Soweit bekannt, erfolgten seit der Thematisierung Anfang des jetzigen Schuljahrs weder Anträge auf Gewährung von zusätzlichen SchulsozialarbeiterInnen zur Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer an der Brüder-Grimm-Schule, noch Anträge oder Maßnahmen für bauliche Verbesserungen. Es ist ein Armutszeugnis, dass keine erkennbaren Schritte unternommen wurden, um das eigentliche Anliegen von Eltern der Brüder-Grimm-Schule, nämlich einer Verbesserung der Unterrichtssituation in den jetzigen Klassen, konstruktiv anzugehen. Hier ist rasches Handeln gefordert!

Über 2.000 Unterschriften für Bürgerbegehren gesammelt

In nur vier(!) Tagen haben über 2.000 Kronshagener das Bürgerbegehren gegen eine Schulfusion zum kommenden Schuljahr unterschrieben. Dies ist eine beachtliche Leistung und zeigt die Rückendeckung der Kronshagener. Vielen Dank für jeden einzelnen, der mit seiner Unterschrift unmissverständlich deutlich gemacht hat, dass in dieser Fragestellung die Bürger einbezogen werden müssen!

Das Team des Bürgerbegehrens bedankt sich ebenfalls bei all den zahlreichen Helfern, die bei eisigen Temperaturen Unterschriften gesammelt haben. Ihr habt Großartiges geleistet!

Die Unterschriften werden morgen an die Gemeinde übergeben, die in den folgenden Tagen prüfen wird, wieviele davon wirklich gültig sind. Für die Gültigkeit des Bürgerbegehrens brauchen wir Unterschriften von 9% von der wahlberechtigten Kronshagenern, also etwa 900. Die sollten dabei sein.

Kommentar zum heutigen Artikel in der SHZ

Bezug: http://www.shz.de/regionales/kiel/angst-vor-ghetto-schulen-zwei-schulen-zwei-welten-id15835521.html

Liebe Leser von eichis.de,

wir geben hiermit einen kurzen Kommentar zu dem heute erschienenen Artikel in der SHZ.

Seit Oktober 2016 haben sich Lehrer und Eltern der Eichendorff-Schule (EDS) öffentlich in diversen Schulausschusssitzungen und Gemeindevertretungs-Sitzungen dafür eingesetzt, dass das DaZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache) an die EDS verlegt wird. Dieses DaZ-Zentrum besteht zu 100% aus Migranten.

Bereits bei der Gründung des DaZ-Zentrums hatte sich die EDS darum bemüht. Die Gemeindevertretung hat jedoch damit den sinkenden Anmeldezahlen an der Brüder-Grimm-Schule entgegenarbeiten wollen und die Situation stattdessen nur verschärft.

Viele der Eltern und Lehrer der EDS engagieren sich ehrenamtlich für Flüchtlinge.

Es sieht fast so aus, als sei dies der verzweifelte Versuch, ein Ziel notfalls auch mit Lügen und Falschaussagen zu erreichen.

Auch entspricht es nicht der Wahrheit, dass die EDS-Eltern sich gegen eine Zusammenlegung der Schulen stemmen. Jedoch benötigt eine solche Veränderung ein ganz anderes Zeitfenster, als es die aktuellen Befürworter propagieren. Dies wurde uns von zwei unabhängigen Experten bestätigt.


Nachtrag

Bei der Nachfrage bei der SHZ kam heraus, dass es purer Zufall sei, dass dieser Artikel heute erscheint. Die Journalisten wussten nichts von einem Bürgerbegehren. Die Online-Ausgabe wird hoffentlich inhaltlich geändert.

 

KN: Bürgerentscheid gegen Schulfusion

Torsten Müller von den Kieler Nachrichten hat sich heute telefonisch bei Yvonne über das Bürgerbegehren erkundigt. Prima, dass wir von der KN begleitet werden:

http://www.kn-online.de/News/Nachrichten-aus-Rendsburg/buergerentscheid-gegen-schulfusion-geplant

Leider ist die Entscheidungsfrage des Bürgerbegehrens im KN-Artikel falsch formuliert. Sie lautet korrekt:

Sind Sie gegen eine Fusion der Eichendorff-Schule und Brüder-Grimm-Schule zu einer großen Grundschule mit über 450 Kindern zum Schuljahr 2017/2018?

Alles zu den Hintergründen hier auf der Seite zum Bürgerbegehren (oder kurz: eichis.de/bb). Dort findet sich auch die gültige Unterschriftenliste.

Unterschriftenlisten stehen bereit fürs Bürgerbegehren

Es kann losgehen. Die Gemeinde hat die Kosten wie erwartet mit Null bewertet. Die Unterschriftenlisten liegen zum Download bereit.

Wenn Sie die Listen selbst ausdrucken, bitte unbedingt darauf achten, dass Vorder- und Rückseite bedruckt sind, also auf der Rückseite die Begründung und Kostenschätzung angegeben ist. Sonst sind die Unterschriften ungültig.

Alternativ können die Unterschriftenlisten bezogen werden bei

  • Yvonne Schneider, Hans-Christian-Andersen-Weg 8
  • Stefan Laser, Fußsteigkoppel 26

Dort sollen die beschriebenen Listen bis Sonntag auch wieder abgegeben werden.

 

Kronshagener starten Bürgerbegehren gegen Turbofusion

Als Gruppe von zehn Kronshagener Bürgern haben wir heute eine Infoveranstaltung zum Bürgerbegehren veranstaltet gegen eine Schulfusion zum kommenden Schuljahr. Trotz der spärlich gestreuten Einladungen waren etwa 65 Interessierte anwesend.

Wie Frau Dr. Lucyna Reh betonte, ist ein Bürgerbegehren ein legitimes Instrument zur Ausübung der direkten Demokratie, das etwa Anwendung findet, wenn man mit einem Beschluss der Gemeindevertretung nicht einverstanden ist. Das Bürgerbegehren ist der Antrag, einen Bürgerentscheid durchzuführen, eine Abstimmung an Wahlurnen wie etwa zur Landtagswahl. Das Bürgerbegehren muss einige rechtliche Punkte beachten, die die Unterschriftenlisten betreffen. So muss die Entscheidungsfrage richtig gestellt sein, eine Begründung vorliegen und die erwarteten Kosten berechnet sein, die der Bürgerentscheid mit sich bringt. Diese Kosten werden von der Gemeinde berechnet. Erst dann können die Unterschriftenlisten herausgegeben werden. In unserem Fall sollten das 0€ sein, denn wir fordern ja gerade eine Unterlassung.

Zudem müssen ein bis drei Vertretungsberechtigte benannt sein. Nicht jeder war aus privaten oder beruflichen Gründen dazu bereit, da in der Vergangenheit von einigen Seiten schon vermehrt Druck aufgebaut wurde. Dies soll hier heute noch nicht weiter ausgeführt werden, erreicht aber bald ein Level, das recht bedenkliche Züge annimmt. Yvonne Schneider und Stefan Laser sind nun als Vertretungsberechtigte aufgestellt.

Es müssen von mindestens 9% der stimmberechtigten Kronshagener Unterschriften gesammelt werden. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man einen Puffer von mind. 10% einplanen. In unserem Fall sollten wir möglichst 1.050 Unterschriften zusammenbekommen.

Normalerweise hat man sechs Monate Zeit, diese Unterschriften zu sammeln. Die schlechte Nachricht für uns: wir haben sechs Tage Zeit, wenn überhaupt. Die Gemeindevertretung kann keinen Beschluss entgegen eines gültigen Bürgerbegehrens fassen; diese tagt am 31. Januar. Um ein Bürgerbegehren für gültig zu erklären, muss die Kommunalaufsichtsbehörde die gesammelten Unterschriften prüfen. Das könnte in zwei Wochen klappen. Das bedeutet aber, dass die Unterschriften bis diesen Sonntag gesammelt sein müssen. Klingt sportlich, aber hey – haben wir schon mal geschafft im November.

Informiert Euch mit der Präsentation vom heutigen Infoabend hier auf eichis.de über die Hintergründe des Bürgerbegehrens. In in den nächsten Tagen wird die Unterschriftenliste hier zum Download zur Verfügung stellen.

Sammelt alle mit! Demokratie bedeutet, auf den Willen der Bürger hören. Genau das macht ein Bürgerentscheid. Klar und direkt.

3.000€ für Delas Kinder durch Plätzchenverkauf

Über 800 Tüten mit Weihnachts-Plätzchen wurden von Kronshagenern gebacken – natürlich auch von den Eichis – und in verschiedenen Verkaufsstellen verkauft. Zwei Tage haben ein Dutzend Eltern und viele Kinder die Tütchen auf dem Kronshagener Wochenmarkt angeboten und so etwa ein Drittel der Einnahmen erzielt. Mein Ältester war auch unterwegs als „Marktschreier“. Schöne Aktion.

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